FilmeAlles ist gut gegangen

Trailer: Alles ist gut gegangen · Quelle: KinoCheck Emotions ❤ (YouTube, wird erst beim Öffnen geladen)
Ein alter Vater stellt seiner Tochter eine Bitte, die ihre Liebe und ihre moralischen Grenzen auf eine harte Probe stellt. François Ozon erzählt dieses Familiendrama einfühlsam, unsentimental und mit überraschend feinem Humor.
Das Publikum bewertet das feinfühlige Drama überwiegend solide bis gut, wobei die bewusst nüchterne Erzählweise unterschiedlich aufgenommen wird.
Aktualisiert am 08.09.2026
Wo du den Film sehen kannst
In Deutschland ist der Film zum Recherchezeitpunkt bei ausgewählten Video-on-Demand-Anbietern digital leih- oder kaufbar, darunter der Apple TV Store und Kino on Demand. Eine verlässlich bestätigte Verfügbarkeit in einer großen Streaming-Flatrate besteht derzeit nicht. Da sich Angebote kurzfristig ändern können, lohnt sich vor dem Anschauen ein aktueller Vergleich.
Handlung
Nach einem Schlaganfall ist der 85-jährige André teilweise gelähmt und auf fremde Hilfe angewiesen. Er bittet seine Tochter Emmanuèle, seinen selbstbestimmten Tod in der Schweiz zu organisieren. Gemeinsam mit ihrer Schwester Pascale versucht sie herauszufinden, ob sein Entschluss wirklich unumstößlich ist. Dabei brechen alte Verletzungen und widersprüchliche Gefühle innerhalb der Familie auf.
Hintergrund und Produktion
François Ozon adaptierte die autobiografischen Erinnerungen der Schriftstellerin und Drehbuchautorin Emmanuèle Bernheim. Sie hatte zuvor an mehreren seiner Filme mitgewirkt, darunter Swimming Pool und 5×2. Produziert wurde das französisch-belgische Drama von Éric und Nicolas Altmayer. Seine Weltpremiere feierte der Film 2021 im Wettbewerb der Filmfestspiele von Cannes.
Rezeption
Die Kritik würdigte vor allem den ruhigen, differenzierten Umgang mit Sterbehilfe, familiärer Verantwortung und Selbstbestimmung. Besonders die zurückgenommenen Darstellungen von Sophie Marceau und André Dussollier fanden Anerkennung. Manche Stimmen empfanden die nüchterne Inszenierung als emotional distanziert. Insgesamt überwogen jedoch deutlich die positiven Besprechungen.
Wissenswertes
Die Handlung beruht auf Bernheims eigenen Erlebnissen mit ihrem Vater, dem Kunstsammler André Bernheim. Ozon stellt weniger die politische Debatte als die schwierige Beziehung zwischen Vater und Tochter in den Mittelpunkt. Hanna Schygulla übernimmt einen markanten Auftritt als Vertreterin der Schweizer Sterbehilfeorganisation. André Dussollier bereitete sich mit medizinischer Beratung auf die körperlichen Folgen eines Schlaganfalls vor.
Besetzung
- Sophie MarceauHauptrolleEmmanuèle
- André DussollierAndré
- Géraldine PailhasPascale
- Charlotte RamplingClaude
- Éric CaravacaSerge
- Hanna SchygullaLa dame suisse
Grégory GadeboisGérard- Jacques NolotRobert
- Judith MagreSimone
- Daniel MesguichL'avocat
- Nathalie RichardCommissaire
- Alexia ChicotNoémie
Details
| Regie | François Ozon |
| Originaltitel | Tout s'est bien passé |
| Land | Frankreich |
| FSK | FSK 12 |