DokusCapital B. Wem gehört Berlin?

Die fünfteilige Dokumentarreihe erzählt, wie Berlin seit dem Mauerfall politisch, kulturell und wirtschaftlich verändert wurde. Sie richtet sich an alle, die sich für Stadtgeschichte, Machtpolitik, Subkultur und den Kampf um bezahlbaren Raum interessieren.
Aktualisiert am 25.09.2026
Wo du die Reihe sehen kannst
Die fünf Folgen sind in Deutschland in der ARD Mediathek abrufbar. Auch ARTE nimmt die Reihe zeitweise wieder in sein Streamingangebot auf. Die Verfügbarkeit einzelner Folgen kann sich ändern. Aktuelle Fernsehausstrahlungen findest du bei tvprogramm.de.
Worum geht es
Im Mittelpunkt steht die Frage, wem Berlin gehört und wer die Entwicklung der Stadt bestimmt. Die Reihe verfolgt den Weg von den Freiräumen nach dem Mauerfall über politische Großprojekte und Finanzskandale bis zur heutigen Wohnungsfrage. Dabei treffen die Interessen von Politik, Immobilienwirtschaft, Kulturszene und Stadtbevölkerung aufeinander. Der rote Faden ist der Konflikt zwischen Aufbruch, wirtschaftlicher Verwertung und Verdrängung.
Machart und Aufbau
Capital B. Wem gehört Berlin? ist eine chronologisch aufgebaute Dokumentarreihe und keine Dokusoap. Archivmaterial und aktuelle Interviews mit Zeitzeugen werden zu einer dichten politischen und kulturellen Stadtgeschichte montiert. Einen klassischen Off Sprecher gibt es nicht. Politiker, Künstler, Aktivisten, Unternehmer und andere Beteiligte erzählen aus teils gegensätzlichen Perspektiven.
Themen und bekannte Folgen
Die Folge „Sommer der Anarchie“ schildert die Freiräume und Konflikte unmittelbar nach dem Mauerfall. „Größenwahn“ und „Absturz“ befassen sich mit Hauptstadtträumen, Großprojekten, Immobiliengeschäften und dem Berliner Bankenskandal. „Arm, aber sexy!“ verbindet die Sparpolitik unter Klaus Wowereit mit dem Aufstieg von Techno, Clubs und Berliner Hip Hop. „Stadt als Beute“ behandelt Privatisierung, steigende Mieten, Gentrifizierung und den Widerstand gegen Verdrängung.
Hintergrund und Produktion
Entwickelt wurde die Reihe nach einer Idee von Florian Opitz und David Bernet. Florian Opitz verantwortete Buch und Regie, David Bernet war ebenfalls an der Regie mehrerer Folgen beteiligt. Produziert wurde sie von Port au Prince Film & Kultur Produktion und Fruitmarket Arts & Media, koproduziert von rbb und WDR in Zusammenarbeit mit ARTE. Annette Muff erhielt 2024 den Deutschen Fernsehpreis für die beste Montage im Bereich Information und Dokumentation.
Für wen lohnt sich das
Die Reihe lohnt sich nicht nur für Berlinerinnen und Berliner. Sie erklärt anschaulich, wie politische Entscheidungen, Finanzinteressen und kulturelle Bewegungen das Leben in einer Großstadt prägen. Besonders interessant ist sie für Zuschauer, die sich für jüngere deutsche Geschichte, Stadtentwicklung, Wohnungsnot und Subkulturen interessieren. Vorkenntnisse zur Berliner Politik sind nicht erforderlich.
Details
| Regie | Florian Opitz |
| Thema | Berliner Stadtgeschichte, Politik und Gentrifizierung |
| Land | Deutschland |
| Laufzeit | seit 2023 |
| Sender | arte |
| Staffeln | 1 Staffel, 5 Folgen |
| Originalsender | ARTEGRH |
| Sendeplatz | arte, wechselnde Sendezeiten |
| Erstausstrahlung | 3. Oktober 2023 |
| Produktion | Port au Prince Film & Kultur Produktion und Fruitmarket Arts & Media, Koproduktion von rbb und WDR in Zusammenarbeit mit ARTE |
| Status | laufend |
| FSK | FSK 6 |
| Auszeichnungen | Deutscher Fernsehpreis 2024: Best Editing Information/Documentary |
Häufige Fragen
- Wie viele Folgen hat Capital B. Wem gehört Berlin?
- Die Dokumentarreihe besteht aus fünf Folgen mit jeweils ungefähr 55 Minuten Länge.
- Ist die Reihe eine fortlaufende Geschichte?
- Ja, die Folgen zeichnen Berlins Entwicklung seit 1989 chronologisch nach, setzen dabei aber jeweils eigene thematische Schwerpunkte.
- Wer kommt in der Dokumentarreihe zu Wort?
- Zu den Gesprächspartnern gehören unter anderem Eberhard Diepgen, Klaus Wowereit, Renate Künast, Thilo Sarrazin, Peter Fox und Kool Savas sowie Menschen aus der Clubszene und der Stadtgesellschaft.




