FilmeDie Kinder meiner Tochter

Ein verbitterter Ex Richter, zwei ihm fremde Enkel und tief sitzende Vorurteile treffen unvermittelt aufeinander. Die warmherzige Familienkomödie erzählt mit ernsten Untertönen, wie Nähe festgefahrene Überzeugungen ins Wanken bringen kann.
Die wenigen Publikumsstimmen ergeben insgesamt ein solides, wegen der kleinen Bewertungsbasis aber nur vorsichtig einzuordnendes Bild.
Aktualisiert am 23.09.2026
Wo du den Film sehen kannst
Ein reguläres Streamingangebot im Abonnement oder zum digitalen Kauf ist in Deutschland derzeit nicht verlässlich nachweisbar. Das ZDF zeigt den Film am 26. September 2026 um 12.15 Uhr erneut im Fernsehen. Ob anschließend ein zeitlich begrenzter Abruf in der ZDF Mediathek angeboten wird, ist nicht bestätigt.
Handlung
Nach dem Unfalltod seiner entfremdeten Tochter muss der pensionierte Richter Ernst Blessing deren Kinder Hewi und Dilo aufnehmen. Der eigenbrötlerische Witwer kennt seine Enkel kaum und begegnet ihrer kurdisch geprägten Familie mit erheblichen Vorbehalten. Während alle um Christine trauern, zwingen ihn die Kinder, seine Vergangenheit und sein starres Weltbild zu hinterfragen.
Hintergrund und Produktion
Karola Meeder inszenierte den Fernsehfilm nach einem Drehbuch von Serkal Kus für Trebitsch Entertainment und das ZDF. Produzentin Katharina M. Trebitsch ließ den Stoff gezielt für Jürgen Prochnow entwickeln. Kus verband darin familiäre Unterhaltung mit Themen wie Alltagsrassismus, Religion und kultureller Identität.
Rezeption
Die Erstausstrahlung am 5. Mai 2013 erreichte rund 5,6 Millionen Zuschauer und einen Marktanteil von 17,2 Prozent. Kritiken würdigten Jürgen Prochnows kantiges Spiel und die emotionale Familiengeschichte. Zugleich wurde bemängelt, dass die gesellschaftliche Botschaft teilweise zu plakativ vermittelt werde und der Wechsel zwischen Drama und Komödie nicht immer gelinge.
Wissenswertes
Die Rolle des Ernst Blessing wurde eigens für Jürgen Prochnow geschrieben. Als Ausgangspunkt dienten Serkal Kus die damaligen Debatten über Migration, Integration und rassistische Vorurteile. Neben den beiden jungen Darstellern Mia Kasalo und Ugur Ekeroglu stand auch der Hund Bailey vor der Kamera.
Besetzung
- Jürgen ProchnowHauptrolleErnst Blessing
- Petra KleinertMaria Weintraut
- Mia KasaloHewi
- Ugur EkerogluDilo
- Rene IfrahBaran Amedi
- Adrian CanOnkel Kendal
- Nadine WrietzKrankenschwester
Details
| Regie | Karola Meeder |
| Land | Deutschland |
| FSK | FSK 6 |