FilmeIn die Sonne schauen

Trailer: In die Sonne schauen · Quelle: KinoCheck Indie (YouTube, wird erst beim Öffnen geladen)
Vier Mädchen, vier Epochen, ein von Erinnerungen durchdrungener Bauernhof. Mascha Schilinskis bildgewaltiges Drama verbindet ihre Schicksale zu einer rätselhaften Reise durch deutsche Geschichte, weibliche Erfahrungen und vererbte Traumata.
Das Publikum bewertet das anspruchsvolle Drama überwiegend positiv, reagiert auf seine langsame und rätselhafte Erzählweise jedoch geteilter als die Filmkritik.
Aktualisiert am 14.09.2026
Wo du den Film sehen kannst
In Deutschland kannst du In die Sonne schauen derzeit im Streamingangebot des ZDF abrufen, wobei wegen der Altersfreigabe zeitliche Jugendschutzbeschränkungen gelten. Der Film ist außerdem bei MUBI sowie über den Neue Visionen Plus Amazon Channel verfügbar. Bei mehreren Plattformen kannst du ihn digital leihen oder kaufen, das Angebot kann sich kurzfristig ändern.
Handlung
Auf einem abgelegenen Vierseitenhof in der Altmark wachsen Alma, Erika, Angelika und Nelly zu unterschiedlichen Zeiten auf. Ihre Erlebnisse kreisen um Tod, Begehren, Gewalt, familiäre Geheimnisse und die Suche nach einem eigenen Leben. Obwohl Jahrzehnte zwischen ihnen liegen, spiegeln sich ihre Ängste und Sehnsüchte auf unheimliche Weise. Nach und nach lösen sich die Grenzen zwischen Vergangenheit und Gegenwart auf.
Hintergrund und Produktion
Mascha Schilinski schrieb das Drehbuch gemeinsam mit Louise Peter und inszenierte den Film als assoziatives Generationenporträt. Produziert wurde er von Studio Zentral in Koproduktion mit ZDF und Das kleine Fernsehspiel, gedreht wurde in Sachsen-Anhalt. Fabian Gampers bewegliche Kamera und Evelyn Racks nicht lineare Montage verbinden die vier Zeitebenen zu einem sinnlichen Bilderstrom.
Rezeption
Die internationale Kritik würdigte besonders die außergewöhnliche Bildsprache, die dichte Atmosphäre und den mutigen Verzicht auf eine klassische Erzählstruktur. Bei den Filmfestspielen von Cannes 2025 gewann das Drama den Preis der Jury. Teile des Publikums empfinden die langsame, fragmentarische Inszenierung als herausfordernd, während andere gerade ihre Vieldeutigkeit und nachhaltige Wirkung schätzen.
Wissenswertes
In die Sonne schauen war der erste deutsche Film seit neun Jahren im Wettbewerb von Cannes. Deutschland reichte das Drama für die Oscarverleihung 2026 in der Kategorie Bester internationaler Film ein, wo es die Vorauswahl erreichte. Der Bauernhof funktioniert dabei nicht nur als Schauplatz, sondern wie ein Gedächtnisraum, in dem Erfahrungen früherer Generationen fortleben.
Besetzung
- Hanna HecktHauptrolleAlma
- Lena UrzendowskyHauptrolleAngelika
- Susanne WuestEmma
- Luise HeyerChrista
- Lea DrindaHauptrolleErika
- Florian GeißelmannRainer
- Claudia Geisler-BadingIrm
- Konstantin LindhorstUwe
- Luzia OppermannTrudi
- Gode BenedixMax
- Filip SchnackFritz
- Martin RotherFritz (alt)
Details
| Regie | Mascha Schilinski |
| Land | Deutschland |
| FSK | FSK 16 |
| Auszeichnungen | Deutscher Filmpreis 2026: Best Make-Up Design Deutscher Filmpreis 2026: Best Costume Design Deutscher Filmpreis 2026: Best Production Design Deutscher Filmpreis 2026: Best Sound Deutscher Filmpreis 2026: Best Editing Deutscher Filmpreis 2026: Best Cinematography Deutscher Filmpreis 2026: Beste Nebendarstellerin Deutscher Filmpreis 2026: Best Screenplay |